Burnout

Burnout ist zwar ein Modebegriff geworden, stellt aber tatsächlich ein ernst zu nehmendes Phänomen dar. Burnout ist nicht ein bestimmter Zustand, sondern ein Prozess, an dessen Ende im ungünstigsten Fall ein schweres Erschöpfungssyndrom, eine Depresson oder eine ernste körperliche Erkrankung stehen kann. In diesem Prozess kann man gegensteuern und sich schützen. Die Bewältigung schwieriger Situationen und Burnout-Faktoren am Arbeitsplatz stellt ebenso einen prozesshaften Vorgang dar. 'Selbstfürsorge', Empowerment und professionelle Hilfe sind wichtige Elemente der Bewältigung und Vorbeugung.

 

Unter Burnout versteht man 'Ausbrennen' bzw. 'Ausgebranntsein' im Berufsleben.

Burnout ist an sich noch keine Diagnose , sondern beschreibt einen Prozess und dessen Resultate.

 

Das voll entwickelte Symptombild entspricht dann meist einem psychovegetativen Erschöpfungssyndrom u./o. einer Depression.

Burnout

Betroffen sind oft ursprünglich besonders engagierte und idealistische Menschen mit möglicherweise etwas unrealistischen (bewussten oder unbewussten) Erwartungen handeln .

 

Burnout und Bewältigung – ein Prozess

Der prozeshafte Verlauf wird von verschiedenen Autoren unterschiedlich gesehen, gestaltet sich aber jedenfalls in mehreren Phasen mit unterschiedlicher Symptomatik bzw. Verhaltensweisen der Betroffenen.

Ein Stillstand des Verlaufs, ein Hin- und Herpendeln zwischen verschieden schweren Ausprägungsformen oder auch eine Erholung sind auf allen Stufen möglich, bei fortgeschrittenem BO allerdings nur mehr mit externer Hilfe.

Im schlechtesten Fall – Bestehenbleiben der Belastungen des Berufsumfeldes und Fortsetzung ungünstiger Bewältigungsstrategien des Betroffenen – setzt eine Abwärtsspirale ein.

Bei besseren Bedingungen erfolgt eine Art von Stabilisierung auf einem bestimmten Niveau des BO- Prozesses oder auch wieder zu einem Aufschwung und zu einer Stabilisierung auf einem höherem Leistungsniveau und besserer Befindlichkeit.

 

In fortgeschrittenen Stadien ist es notwendig, eine längere Belastungspause zu machen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Beim Ausbrennen kommt es in einem längerem oder kürzerem Erschöpfungsprozess bei zunächst oft sehr engagierten Menschen zu Ermüdung, Verstimmung, distanzierenden, ärgerlichen, ängstlichen oder paranoiden Empfindungen, Haltungen und Verhaltensweisen, zu Desengagement sowie zum Auftreten von Unlust, Leistungseinbußen, emotionaler Verflachung sowie (anderen) Symptomen von Depression und psychosomatischen Beschwerden bis zu schweren psychischen und physischen Erkrankungen mit entsprechend weit reichenden Auswirkungen auf Berufsleben und Privatleben. In symptomatischen und dekompensierten Phasen einer Burnout-Entwicklung sind professionelle psychosomatische Hilfe sowie eine Belastungspause unbedingt notwendig.
Kompensierte Phase
Überaktivität, Überengagement; Unentbehrlichkeitsgefühl bzw. –haltung.
Mangelnde Distanzierung
Müdigkeit
Vorübergehende Beeinträchtigungen der Befindlichkeit
(Unangenehmes) Stresserleben, Zeitdruck
Erleben von 'gestörten Handlungsepisoden' (Burisch)
Erleben mangelnder Selbstwirksamkeit
Symptomatische Phase
Müdigkeit, Erschöpfungsneigung
Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein
Desengagement
Reizbarkeit
Verstimmungen
Angstsymptome; psychosomatische Symptome
Gehäuft (vorübergehende) Erkrankungen
Konsum von Mitteln
Erkrankungsphase (dekompensierte Phase)
Psychische o./u. körperliche Erkrankungen
Depression, 'Verzweiflung'
Psychovegetative Erschöpfung; 'Abbau'
Sucht
Isolation
Ausstieg (drop out) mit sozialem Abstieg

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Psychotherapeutische, psychosomatische und allgemeine Medizin.

Katathym Imaginative, analytisch orientierte Psychotherapie.

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